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 Unter Druck der Kantone riskiert der Ständerat den Absturz von EFAS (06.12.2023)
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Unter Druck der Kantone riskiert der Ständerat den Absturz von EFAS

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Mit der vom Ständerat geforderten Integration der Pflege wird die einheitliche Finanzierung von stationären und ambulanten Leistungen (EFAS) bereits wenige Jahre nach Einführung einen Prämienschub auslösen. Zudem würde EFAS nach den Entscheiden des Ständerats zum bürokratischen Monstrum, wenn die Kantone das eigentliche Kerngeschäft der Krankenversicherer, die Rechnungskontrolle, doppelt durchführen wollen. Nachdem der Nationalrat dem Ständerat im vergangenen Jahr grosse Schritte entgegengekommen ist, bleibt der Ständerat bei den Maximalforderungen der Kantone und nimmt damit den Absturz einer eigentlich sinnvollen Reform in Kauf. Jetzt ist der Nationalrat gefordert, an seinen bisherigen Entscheiden festzuhalten.

 
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Unter Druck der Kantone riskiert der Ständerat den Absturz von EFAS

Mit der vom Ständerat geforderten Integration der Pflege wird die einheitliche Finanzierung von stationären und ambulanten Leistungen (EFAS) bereits wenige Jahre nach Einführung einen Prämienschub auslösen. Zudem würde EFAS nach den Entscheiden des Ständerats zum bürokratischen Monstrum, wenn die Kantone das eigentliche Kerngeschäft der Krankenversicherer, die Rechnungskontrolle, doppelt durchführen wollen. Nachdem der Nationalrat dem Ständerat im vergangenen Jahr grosse Schritte entgegengekommen ist, bleibt der Ständerat bei den Maximalforderungen der Kantone und nimmt damit den Absturz einer eigentlich sinnvollen Reform in Kauf. Jetzt ist der Nationalrat gefordert, an seinen bisherigen Entscheiden festzuhalten.



santésuisse hat die einheitliche Finanzierung von stationären und ambulanten Leistungen (EFAS) im 
Grundsatz stets befürwortet. Allerdings dürfen Reformen nicht den ohnehin stark belasteten 
Prämienzahlerinnen und Prämienzahlern aufgebürdet werden. Dementsprechend ist es 
unverantwortlich, die Vorlage zu überladen. Nachdem der Nationalrat noch Vernunft walten liess und 
EFAS im Sinne eines Kompromisses ausgestaltet hat, droht nach den Entscheiden des Ständerats 
aber 
genau dieses Szenario. Nebst einer teuren und unnötigen doppelten Rechnungskontrolle durch die 
Kantone, will der Ständerat die Pflege rasch und ohne jegliche Bedingungen in EFAS integrieren. 
Zwar 
wollen sowohl der National- als auch der Ständerat die Pflege in die EFAS-Vorlage integrieren, im 
Vergleich zum Ständerat fordert der Nationalrat aber zusätzlich, dass zunächst Pflegetarife vorliegen 
müssen, die auf einer einheitlichen und transparenten Kostenbasis beruhen. Zudem soll die 
Pflegeinitiative zuerst vollständig umgesetzt werden.

Integration der Pflege kostet Prämienzahler Milliarden

Aufgrund der alternden Gesellschaft steigen die Kosten für die Pflege Jahr für Jahr stark an. Deshalb 
hat 
das Parlament vor gut zehn Jahren entschieden, die Beiträge der Prämienzahlerinnen und 
Prämienzahler an die Pflege zu limitieren. Dies, weil die intensive Kostenentwicklung in der Pflege 
das 
Prämienwachstum zunehmend in die Höhe trieb. An dieser Ausgangslage hat sich auch zehn Jahre 
später nichts geändert. Nun benutzt der Ständerat EFAS offenbar, um das Rad der Zeit 
zurückzudrehen. 
Bei einer bedingungslosen Integration der Pflegekosten in EFAS drohen enorme Mehrkosten, welche 
die 
möglichen Einsparungen komplett auffressen und die Prämien in die Höhe treiben. Eine 
Modellrechnung 
von santésuisse zeigt: Bereits wenige Jahre nach der Integration der Pflegekosten würden die 
Effizienzvorteile von EFAS ins Gegenteil verkehrt und die Prämienzahlerinnen und Prämienzahler 
zusätzlich belastet. Dies notabene bei einer Vorlage, die stets eine Entlastung der Prämienzahler 
zum 
Ziel hatte.

Deshalb lehnt santésuisse eine EFAS-Vorlage mit bedingungsloser Integration der Pflegekosten 
entschieden ab. Damit das finanzielle Ausmass der Pflegekosten endlich transparent auf den Tisch 
kommt, müssten mindestens die vom Nationalrat beschlossenen Bedingungen vollständig in die 
Vorlage 
einfliessen.

Keine doppelte Rechnungsprüfung

In seiner Fassung will der Ständerat den Kantonen die Möglichkeit einer Prüfung von 
Einzelrechnungen 
geben. Eine solche Doppelspurigkeit würde mögliche Effizienzpotenziale von EFAS weiter 
verwässern. 
Immerhin hat der Nationalrat in der Herbstsession entschieden, dass die Kantone keine zusätzliche 
Rechnungskontrolle durchführen und dafür auch keine Rechnungsdaten erhalten sollen. Die 
Rechnungskontrolle als DIE Kernkompetenz der Krankenversicherer bleibt damit in den Händen 
profunder Expertinnen und Experten.

Mehr Augenmass ist gefragt

Mit dem Entscheid, die Pflege in die Vorlage zu integrieren, öffnen die Räte Tür und Tor dafür, dass 
die 
Prämienzahlerinnen und Prämienzahler stärker belastet statt entlastet werden. Daher ist Augenmass 
gefragt, um die grösste KVG-Reform seit Einführung der neuen Spitalfinanzierung nicht zu Fall zu 
bringen.

Medienkontakt:

Matthias Müller
Leiter Abteilung Politik und Kommunikation & Mediensprecher (de)
Telefon: 032 625 42 57
Mobile: 079 757 00 91
matthias.mueller@santesuisse.ch

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