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 Stark steigende Kosten führen zu deutlich höheren Prämien im Jahr 2024 (28.09.2023)
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Stark steigende Kosten führen zu deutlich höheren Prämien im Jahr 2024

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Bern - Die mittlere Prämie wird im Jahr 2024 359,50 Franken pro Monat betragen, was einem Anstieg um 28,70 Franken (8,7 Prozent) im Vergleich zu 2023 entspricht. Grund für den hohen Prämienanstieg sind die Kosten. Diese sind seit dem 2. Halbjahr 2021 und insbesondere dieses Jahr stärker gestiegen als erwartet. Mehr Arztbesuche, mehr ambulante Spitalleistungen, mehr und teurere Medikamente haben zu diesen hohen Kosten geführt. Kostendämpfung bleibt daher eine zentrale Aufgabe für alle Akteure, damit die Gesundheitsleistungen für die Bevölkerung finanzierbar bleiben.

 
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Stark steigende Kosten führen zu deutlich höheren Prämien im Jahr 2024

Bern - Die mittlere Prämie wird im Jahr 2024 359,50 Franken pro Monat betragen, was einem Anstieg um 28,70 Franken (8,7 Prozent) im Vergleich zu 2023 entspricht. Grund für den hohen Prämienanstieg sind die Kosten. Diese sind seit dem 2. Halbjahr 2021 und insbesondere dieses Jahr stärker gestiegen als erwartet. Mehr Arztbesuche, mehr ambulante Spitalleistungen, mehr und teurere Medikamente haben zu diesen hohen Kosten geführt. Kostendämpfung bleibt daher eine zentrale Aufgabe für alle Akteure, damit die Gesundheitsleistungen für die Bevölkerung finanzierbar bleiben.



Im Jahr 2024 wird die mittlere Monatsprämie 359,50 Franken betragen, was einem Anstieg von 28,70 
Franken (8,7 Prozent) im Vergleich zu 2023 entspricht. Die mittlere Prämie für Erwachsene steigt um 
33,80 Franken (8,6 Prozent) auf 426,70 Franken. Diejenige für junge Erwachsene erhöht sich um 
23,80 Franken (8,6 Prozent) auf 300,60 Franken. Die mittlere Prämie für Kinder steigt gegenüber 
2023 um 8 Franken (7,7 Prozent) auf 111,80 Franken.

Verschiedene Faktoren verantwortlich für die Kostensteigerung

Hauptgrund des hohen Prämienanstiegs ist der starke Anstieg der Gesundheitskosten. Denn die 
Prämien widerspiegeln die Kosten. Im ersten Halbjahr 2023 sind die Kosten verglichen mit dem 
ersten Halbjahr 2022 um 6,4 Prozent gestiegen. Für das laufende Jahr erwarten die Versicherer 
einen Kostenanstieg von 5,3 Prozent und für 2024 wird ein weiteres Kostenwachstum von 3,4 
Prozent erwartet.  

Diese starke Kostenzunahme ist auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen: Die alternde 
Bevölkerung, neue Medikamente und Behandlungen sowie eine Zunahme der 
Gesundheitsleistungen, beispielsweise ambulante Spitalleistungen oder bei der Physiotherapie.

Bei den ambulanten Spitalleistungen sind die Kosten pro versicherte Person (+ 8,5%) im Jahr 2022 
stärker gestiegen als bei den Arztpraxen (+5,1%). Die Anzahl Arztbesuche pro Patientin und Patient 
ist stabil, aber die Kosten pro Arztbesuch steigen. Bei den stationären Spitalleistungen ? die 19 
Prozent der Kosten der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) ausmachen ? ist die starke 
Kostenentwicklung teilweise auf eine Verzögerung der Abrechnungen von Vorjahresleistungen der 
Spitäler und der Rehabilitationskliniken wegen einer neuen Tarifstruktur zurückzuführen. Ein Anstieg 
der Taxpunktwerte im ambulanten Spitalbereich ist in verschiedenen Kantonen zu beobachten.

Die Medikamente machen im Jahr 2022 22 Prozent der Kosten der OKP aus. Das Kostenwachstum 
ist bei den Medikamenten im ambulanten Bereich mit 5,5% auf konstant hohem Niveau. Im 
Jahresvergleich wachsen die Medikamentenkosten aber stärker als die restlichen Kosten. 
Krebsmedikamente, Immunsuppressiva und Antidiabetika wachsen am stärksten und sind im Jahr 
2023 für 50 Prozent des Kostenanstiegs pro versicherte Person verantwortlich. Neuzulassungen mit 
speziell hohen Preisforderungen und zu häufig eingesetzte Originalpräparate haben auch einen 
Einfluss auf das Kostenwachstum.

Reduktion der Reserven

Starke Nachholeffekte nach der Pandemie haben zu höheren Kosten und damit zu einem Verlust aus 
der Versicherungstätigkeit von 1,7 Milliarden Franken im Jahr 2022 geführt. Hinzu kam ein 
Anlageverlust in Höhe von 1,8 Milliarden aufgrund der schwierigen Situation an den Kapitalmärkten, 
was einer Anlagerendite von minus 11 Prozent entspricht. Die Verluste wurden vollständig von den 
Reserven getragen. Sie sind in der Folge per Anfang 2023 auf branchenweit 8,5 Milliarden Franken 
gesunken. Insgesamt verfügen die Versicherer über ausreichend Reserven, aber das Polster zur 
weiteren Dämpfung der Prämienentwicklung ist nicht mehr vorhanden.

Zusammensetzung des Prämienanstiegs

Der hohe Prämienanstieg auf 2024 lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Zusätzlich zur 
erwarteten Kostensteigerung 2024 gibt es einen Nachholbedarf. Einerseits werden die Prämien die 
Kosten 2023 nicht decken, da die Kosten höher sind als erwartet. Zudem haben überdurchschnittlich 
viele Versicherte den Grundversicherer gewechselt oder eine höhere Franchise gewählt, um ihre 
Prämienbelastung zu senken. Die Prämien sind in der Folge 2023 mit durchschnittlich 5,4% weniger 
stark gestiegen als angekündigt (6,6%). Die dadurch tieferen Prämieneinnahmen müssen nun bei der 
Berechnung der Prämienentwicklung 2024 mit einbezogen werden. Und schliesslich muss auch die 
Kostensteigerung 2024 berücksichtigt werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eingehend 
geprüft, ob die von den Versicherern eingereichten Prämien die gesetzlichen Vorschriften erfüllen. Wo 
nötig, wurden Anpassungen verlangt. Alle Prämien wurden genehmigt.

Die Kostendämpfung bleibt eine Daueraufgabe

Die Schweiz verfügt über ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem. Aufgrund des medizinisch-
technischen Fortschritts und der demografischen Entwicklung werden die Gesundheitskosten auch in 
Zukunft weiter steigen. Dieser Kostenanstieg muss auf das medizinisch begründbare Mass 
beschränkt werden, ohne die Qualität der Versorgung zu vermindern.

Der Bundesrat und das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) setzen sich seit Jahren für die 
Dämpfung der Gesundheitskosten ein. Das BAG hat die Arzneimittelpreise seit 2012 um mehr als 
eine Milliarde gesenkt und die Labortarife um 10%, was zu Einsparungen von 140 Millionen Franken 
führt. Weitere jährlich wiederkehrende Einsparungen in Höhe von 75 Millionen Franken wurden mit 
dem HTA-Programm (Health Technology Assessments) erzielt. Der Tarifeingriff des Bundesrates in 
die Tarifstruktur für ärztliche Leistungen TARMED hat zu 470 Millionen Franken Einsparungen 
geführt. Mit der Revision der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und der 
Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV), die am 1. Januar 2024 in Kraft treten wird, hat der 
Bundesrat verschiedene Massnahmen umgesetzt, um den Einsatz von kostengünstigeren Generika 
und Biosimilars zu fördern. Diese Massnahmen beinhalten ein Einsparpotential von bis zu 250 
Millionen Franken jährlich.

Das nationale Programm zur Digitalisierung im Gesundheitswesen (DigiSanté) soll auch einen 
Beitrag leisten, die Koordination zwischen den Gesundheitsakteuren und somit die Effizienz zu 
verbessern. 

Der Bundesrat hat zwei Massnahmenpakete zur Kostendämpfung im Bereich Krankenversicherung 
an das Parlament überwiesen. Noch in dieser parlamentarischen Session wird das Parlament über 
das zweite Kostendämpfungspaket beraten. Im Zentrum steht die Förderung neuer Modelle für die 
Festlegung der Medikamentenpreise.

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Ueber Bundesamt für Gesundheit BAG:
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) trägt massgeblich dazu bei, der Bevölkerung 
ein Leben bei guter Gesundheit zu ermöglichen. Es misst sein Handeln an den 
Auswirkungen auf die Gesundheit.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beschäftigt sich mit so unterschiedlichen 
Dingen, wie den Prüfungsanforderungen für Studierende der Zahnmedizin, der 
Sicherheit von Röntgengeräten, der Erfassung der Häufigkeit von 
Infektionskrankheiten oder der Förderung von Spritzenaustauschprogrammen bei 
Drogenabhängigen. Bei so vielfältigen Aufgaben stellt sich die Frage, welches 
denn die übergeordnete Philosophie, welches der gemeinsame Nenner hinter all 
diesen Aktivitäten ist.

Das Leitbild des BAG soll darauf eine Antwort geben. Es beschreibt die 
grundsätzlichen Unternehmensprinzipien, die die Handlungsweise der 
Mitarbeitenden des BAG leiten und signalisiert, dass sich selbst ein Amt der 
Bundesverwaltung am modernen und erfolgreichen Unternehmensprinzip 
des «Management durch Zielsetzung» orientieren kann.

Das Leitbild trägt aber auch der wichtigen Wandlung und Entwicklung des 
Gesundeitsbegriffes in den letzten zwei Jahrzehnten Rechnung. Es setzt die von 
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geförderte Auffassung um, Gesundheit nicht 
mehr einzig als Fehlen von Krankheit zu verstehen, sondern vielmehr als ein 
Wohlbefinden in körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht.

L?Office fédéral de la santé publique (OFSP) contribue de manière déterminante 
à assurer à la population un niveau de santé élevé.

L?Ufficio federale della sanità pubblica (UFSP) fornisce un importante 
contributo affinché la popolazione possa condurre una vita in buona salute.

The Swiss Federal Office of Public Health makes an essential contribution to 
facilitate to the population a life in good health.

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