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 Analyse von santésuisse zur künftigen Kostenentwicklung in der OKP (17.06.2019)
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Analyse von santésuisse zur künftigen Kostenentwicklung in der OKP

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Der Anstieg der Gesundheitskosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) fiel im Jahr 2018 mit einem Plus von einem Prozent im Vergleich zu den Vorjahren deutlich tiefer aus. Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung und der Schätzung der künftigen Kostenentwicklung von santésuisse steht zu befürchten, dass die Atempause bei der Prämienentwicklung bereits wieder vorbei ist. Für das laufende und das kommende Jahr rechnet santésuisse mit einem Kostenwachstum von jeweils rund drei Prozent.

 
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Analyse von santésuisse zur künftigen Kostenentwicklung in der OKP

Der Anstieg der Gesundheitskosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) fiel im Jahr 2018 mit einem Plus von einem Prozent im Vergleich zu den Vorjahren deutlich tiefer aus. Aufgrund der aktuellen Kostenentwicklung und der Schätzung der künftigen Kostenentwicklung von santésuisse steht zu befürchten, dass die Atempause bei der Prämienentwicklung bereits wieder vorbei ist. Für das laufende und das kommende Jahr rechnet santésuisse mit einem Kostenwachstum von jeweils rund drei Prozent.



Werden Zusatzwünsche erfüllt, fällt das Kostenwachstum noch höher aus. Für die Prämienzahler 
braucht es endlich griffige Gegenmassnahmen, die seit Jahren diskutiert, aber nicht umgesetzt werden.

In den letzten zwei Jahren sind die Kosten im Gesundheitswesen weiter gestiegen. Das 
Kostenwachstum fiel in den Jahren 2017 (1,7 Prozent) und 2018 (ein Prozent) deutlich tiefer aus als in 
den Vorjahren. Allerdings ist zu befürchten, dass die Atempause für die Prämienzahler ungenutzt und 
ohne wirkungsvolle Kostendämpfungsmassnahmen verstrichen ist, denn die Schätzung von santésuisse 
für 2019 und 2020 zeigt, dass bereits ein neuer Kostenschub droht.

Kostenwachstum von über fünf Prozent in diversen Bereichen in den nächsten zwei Jahren
Gemäss der Analyse von santésuisse droht in mehreren Bereichen ein überdurchschnittlich starkes 
Wachstum:

In der Physiotherapie erwartet santésuisse aufgrund der Zunahme der Anzahl Physiotherapeuten und 
der Anzahl Behandlungen ein gleichbleibend hohes Wachstum von sechs Prozent. Statt in Pflegeheimen 
werden ältere Menschen vermehrt zu Hause betreut und gepflegt, weshalb im Spitexbereich mit einem 
Kostenwachstum von sechs Prozent zu rechnen ist. 

Im Laborbereich ist der Trend ebenfalls besorgniserregend. Weil medizinische Labordiagnostik immer 
zahlreicher durchgeführt wird, erwartet santésuisse einen Kostenanstieg von fünf Prozent.

Nachdem die Kosten im ambulanten Spitalbereich im letzten Jahr dank des TARMED-Eingriffes des 
Bundesrates erstmals seit Jahrzehnten zurückgegangen sind, droht auch hier das alte Fahrwasser: Zu 
erwarten ist für den ambulanten Spitalbereich für das laufende und das kommende Jahr eine 
Kostensteigerung von fünf Prozent. 

Auch im Bereich der Medikamente ist in den kommenden zwei Jahren mit einem weiteren 
Kostenwachstum von mehr als drei Prozent zu rechnen. 

Massnahmen im Sinne der Prämienzahler sind dringend nötig
Damit die Medikamentenpreise in der Schweiz endlich auf das Niveau des Auslandes gesenkt werden, 
braucht es einen jährlichen Auslandpreisvergleich für alle Medikamente. Zudem ist die Einführung des 
Referenzpreissystems dringender denn je, weil Generika - also Medikamente mit demselben Wirkstoff 
wie das Original - in der Schweiz noch immer doppelt so teuer sind wie im Ausland. 

Auch bei den Originalpräparaten gibt es Handlungsbedarf, denn auch hier sind die Preise deutlich höher 
als im Ausland: Es sollte für Konsumentinnen und Konsumenten möglich sein, Medikamente im Ausland 
einzukaufen und - falls eine ärztliche Verordnung vorliegt - die Kosten vom Krankenversicherer 
zurückzuerhalten. 

Auch für den Handel sollte der Einkauf von patentgeschützten Medikamenten im Ausland möglich sein, 
indem Parallelimporte in diesem Bereich gefördert werden.

Damit die Qualität der Leistungen stimmt, braucht es ein Mindestmass an Routine. Deshalb sind 
Mindestfallzahlen für Operationen zwingend nötig.

Entscheidend für das Kostenwachstum sind die finanziellen Fehlanreize im Gesundheitswesen. 
Insbesondere die Einzelleistungstarife im ambulanten Bereich sorgen dafür, dass die Leistungserbringer 
ihre Angebote laufend ausweiten und damit die Nachfrage ankurbeln. Diese Fehlanreize könnten ? 
analog zum stationären Bereich - mit Pauschalen behoben werden.

Zudem müssten bei den Ärztezulassungen die Kantone dazu verpflichtet werden, das Angebot 
kantonsübergreifend zu koordinieren und wo nötig einzuschreiten. Bessere Koordination zwischen den 
Kantonen wäre gerade auch im stationären Bereich angezeigt. Zu oft steht dort der «Kantönligeist» einer 
strukturellen Bereinigung im Wege.

Reserven stellen Stabilität und Zahlungsfähigkeit sicher
Die Reserven eines Krankenversicherers stellen dessen dauerhafte Zahlungsfähigkeit sicher, auch bei 
unerwarteten Entwicklungen. In den beiden letzten Jahren stiegen die Leistungskosten weniger stark an 
als prognostiziert. Mit den resultierenden Überschüssen konnten die meisten Versicherer 
erfreulicherweise ihre Reserven erhöhen. 

Einige Versicherer mit besonders hohen Reserven wollen den gesetzlichen Spielraum nutzen und 
freiwillig Rückzahlungen an die Prämienzahler vornehmen. Über alle Krankenversicherer gesehen 
belaufen sich die Reserven auf rund 850 Franken pro versicherte Person, was etwa drei Monatsprämien 
entspricht.

Medienkontakt:

Verena Nold
Telefon: 032 625 42 62
verena.nold@santesuisse.ch

Im Internet recherchierbar unter:
- www.swiss-press.com
- www.pressemappe.ch
- www.help.ch


Ueber santésuisse:
santésuisse ist die führende Branchenorganisation der Schweizer Krankenversicherer 
im Bereich der sozialen Krankenversicherung. 

santésuisse setzt sich im Interesse der Versicherten und sämtlicher Mitglieder, 
unabhängig von ihrer Grösse und Organisation, für ein freiheitliches 
Gesundheitssystem ein, mit dem Ziel, den Versicherten über Leistungswettbewerb die 
Wahlfrei-heit, den Zugang zu qualitativ hochwertigen Dienstleistungen und ein gutes 
Kosten-Nutzenverhältnis zu garantieren. santésuisse ist bereit, dafür Kooperationen 
einzugehen.

Pressekontakt:
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